Für Eilige

Wer keine Zeit hat, den ganzen Text zu lesen findet hier eine extrem kurze Zusammenfassung:

2005: Ich lerne meinen zukünftigen, kanadischen Mann kennen. Es entsteht eine Fernbeziehung.

 

2008: Ich werde schwanger.

Er lebt weiterhin in Kanada, kommt zu Besuch nach Deutschland.

 

Mai 2009: kommt unser Sohn Mat zur Welt.

 

Wir sind weiterhin unverheiratet, ich habe das alleinige Sorgerecht.

 

Es Beginnt ein Zeit, in der ich mit Mat zwischen Deutschland und Kanada pendle.

 

Am 30.10. 2009 heiraten wir spontan standesamtlich in Kanada. Die Ehe lassen wir in Deutschland nicht anerkennen.

 

September 2010: Ich bekomme eine Aufenthaltsgenehmigung für Kanada. Für 4 Monate helfe ich in seinem Geschäft aus.

 

Juli 2011: Mein Ehemann beichtet mir eine Affäre. Wir streiten und ich fliege mit unserem Sohn nach Deutschland.

 

Ich werde von meinem Mann mit Anrufen und bis zu 20 SMS täglich drangsaliert.

 

Gleichzeitig sperrt er mir den Zugang zum gemeinsamen Konto.

 

04.08.2011: Die Kriminalpolizei steht vor meiner Tür. Der Kindsvater behauptet ich hätte Mat entführt, und er keinen Kontakt zu uns.

 

Ich kann das Gegenteil beweisen.

 

Ich beantrage und bekomme das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

 

Die Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen wegen Kindesentführung auf, stellt das Verfahren jedoch ein.

 

02.09.2011: Mein Ehemann verklagt mich beim Amtsgericht Hamm nach dem Haagener Abkommen.

 

10.10.2011: Ich verliere die Gerichtsverhandlung, soll Max dem Vater übergeben. Zwar sieht das Gericht keine Kindesentführung, ist jedoch der Meinung, dass die kanadischen Gerichte für den Sorgerechtsprozess zuständig sind.

 

Ich gehe in Berufung.

 

Dezember 2011: Ich habe verloren!

 

Das Oberlandesgericht Hamm sieht es als Aufgabe des kanadischen Gerichts, Mat´s Aufenthaltsort zu bestimmen.

 

Ich plane unsere Reise nach Kanada.

 

Mat wird krank und krankgeschrieben. Er ist nicht reisefähig, ich informiere das kanadische Gericht, welches den Verhandlungstermin auf den 16.03. verschiebt.

 

01.03.2012: Mein Noch-Ehemann lässt Mat am Abend vom Gerichtsvollzieher abholen.

 

Ich folge meinem Sohn nach Kanada.

 

Ich darf meinen Sohn nur unter Aufsicht sehen.

 

16.03.2012: Das Gericht verfügt vorläufiges gemeinsames Sorgerecht. Unter der Woche ist Mat bei mir, an den Wochenenden beim Vater.

 

Mein Mann provoziert wo er nur kann, hält sich an keine Abmachung. Es ist ein reiner Nervenkrieg.

 

Mai 2012: Die gegnerische Partei wird nun vom besten Familienanwalt Torontos vertreten.

 

Der Endprozess wird auf September 2012 vertagt.

 

Die erste Unterhaltszahlung kommt erst nach 3 Monaten. Ich bin pleite und nervlich vollkommen am Ende.

 

Eine freundliche Frau hilft mir unverhofft mit einem möblierten Zimmer, 70 km von Toronto entfernt, aus.

 

Ich bereite mich so gut es mir möglich ist auf die Verhandlung vor, bin aber weitestgehend auf mich alleine gestellt. Habe keinen Anwalt und kein Geld.

 

Ich beschäftige mich Tag und Nacht mit juristischen Papieren in einer Sprache, die nicht meine eigene ist.

 

Nach einem weiteren Gerichtstermin wird festgelegt, dass die Endverhandlung nun im November stattfinden und 21 Tage dauern soll.

 

Ich bin einsam, übermüdet und ausgebrannt. Dazu kommt, dass ich Angst haben muss, meinen Arbeitsplatz in Deutschland zu verlieren.

 

Der Albtraum zieht sich hin.

 

Eine Woche vor der Endverhandlung finde ich doch noch einen Anwalt. Die Zeit wird knapp.

 

November 2012: Die Endverhandlung dauert drei Wochen, jedoch verkündet der Richter das Urteil erst Januar 2013.

 

Es lautet: Alleiniges Sorgerecht für den Vater.

Meine Welt bricht zusammen.

 

Mat darf drei Mal im Jahr für je eine Woche zu mir nach Deutschland. " Wochen darf ich ihn in Kanada besuchen. Alle Reisekosten müssen von mir getragen werden. Ich verdiene keine 1000 Euro im Monat.

 

Februar 2013: Ich will Berufung einlegen, jedoch mir fehlen die Mittel. Auch habe ich keinen Anwalt.

 

Ich fliege zurück nach Deutschland.

Allein.

 

April 2013: Ich werde zu einer Zahlung von 105 000 Dollar an meinen Ehemann verurteilt.

 

An drei festgelegten Tagen in der Woche darf ich nun mit meinem vierjährigen Sohn über Skype telefonieren.

Ich vermisse ihn so sehr.

 

 

SPENDENKONTO ANNA&MAT:

 

Empfänger : Nadine Richter
Sparkasse Dortmund
Verwndungszweck: Spende für Mat
BLZ : 44050199
Kontonr: 213073648